|
|
 |
 |
|
|
Islay Single Malt
Dest. 2001 / 9 Jahre Single Malt Circle
|
Islay 40,0%
|
ein leichter Islay für den Beginn eines Whiskyabends, mild mit angenehmem Torf, leichter Süße und Fruchtnoten (Steinobst / Pflaume). Das ist natürlich ein…, darf mal wieder nicht gesagt werden, also viel Spaß beim fachsimpeln
|
|
GlenDronach
12 Jahre double barrel matured
|
Spey 43,0%
|
bernsteinfarben, riecht er nach Vanille mit einem Anklang von Ingwer. Weich und seidig, gibt er Noten von Sherry, Rosinen und reifem Obst preis. Er ist angenehm würzig, mit einem langen, leicht nussigen Abgang
|
|
Ardmore*
Double matured
|
E. Highlands 46,0%
|
Ardmore gehört zu den Destillen, deren regionale Zugehörigkeit nicht ganz klar ist. Da sie sich in den östlichen Ausläufern der Speyside befindet, möchten wir sie lieber den Eastern Highlands zuordnen. Die Brennerei ist stolz auf ihre eigene Küferei und darauf, daß sie, im Gegensatz zu den meisten Highland-Destillen, getorftes Malz nutzt. Das Aroma hat ein wenig Torf, der aber im Geschmack nicht durchkommt. Insgesamt ist er recht leicht und trocken, mit Holz- und Erdnoten, die in einer leichten Karamellsüße enden
|
|
Smokehead
|
Islay 43,0%
|
hier hat Ardbeg eine echte Moorleiche zusammen gehext. Der Whisky hat keine Altersangabe, doch es sind alle Hexenelemente spürbar: Frucht, Sherry, Toffee, Seeluft, Jod, Rauch und – natürlich – Torf. Ein Malt für den geübten Islayliebhaber
|
|
Bunnahabhain
12 Jahre
|
Islay 46,3%
|
da ist er wieder, unser „I’m not going to pronounce it, whisky!” Die Whiskywelt atmet, wie die Fässer, in denen ihr Produkt gelagert wird. Sie ist also ständig in Bewegung. Bei Bunnahabhain bedeutet das, daß der neue 12jährige mehr Alkohol hat. Das mag den einen oder anderen verwirren, scheint aber im Moment Trend zu sein. Dieser Malt hat ein dezentes Torffeueraroma, das sich auch im Geschmack fortsetzt, verbunden mit leichten Nuß- und Fruchtaromen, die sich angenehm im Mund ausbreiten und halten
|
|
Old Ballantruan
The peated Malt
|
Spey 50,0%
|
Ballantruan ist der Zweitwhisky von Tomintoul, einer jungen Destille (Baujahr 1964) am Rande der Speyside. Ballantruan ist der Name der Quelle, aus der die Brennerei ihr Wasser bezieht. Der Whisky ist speyside- untypisch stark getorft, also etwas für alle Moorleichen-liebhaber, die nicht immer nur Islays trinken wollen. Warmgolden im Glas, hat er ein schönes Torfaroma, auch Heidekraut duftet der Nase entgegen. Der Geschmack überrascht mit Zitrus- und Nußaromen und ist leichter als erwartet. Erst langsam stellt sich der Torf-geschmack ein und bleibt anhaltend im Mund
|
|
Balvenie
Double wood 12 Jahre
|
Spey 43,0%
|
bei Balvenie wurde das Finishing erfunden. Auch der 12-jährige wird nur noch 6 bis 12 Monate im Sherryfaß “veredelt“. Das Ergebnis ist ein schöner, milder Speyside-Whisky, der Sherrysüße mit Birnennoten und Heidekraut verbindet. Ein schöner Starter und Einsteiger
|
|
The OA
5 Jahre
|
Islay 58,0%
|
'The Oa' (Obha) ist eine Landschaft im Süden von Islay und der größte Teil ist Vogelschutzgebiet. Hat man diesen, nach dieser Landschaft benannten, Malt vor der Nase, denkt man allerdings eher an ein Torfabbaugebiet. Leichte Süße, kräftige Menge an Pfeffer und gaaanz viel Torf. Mit Wasser wird er etwas fruchtiger. Er ist eine preisgünstige Gelegenheit für Torfliebhaber. Wie so oft bei unabhängigen Abfüllern ist die Brennerei nicht genannt, nach unseren Informationen handelt es sich um einen B… (manche glauben, es sei ein L…); damit hätten wir fast die ganze Insel durch...
|
|
Glen (mor) Angie
Quinta Ruban Port Cask extra matured
|
N. Highlands 46,0%
|
diese Abfüllung von ‘GlenAngie’ ersetzt den Portwood-finish. Der Unterschied liegt im Detail. Die neue Abfüllung hat 3,0% mehr Alkohol und dürfte etwas jünger sein. Kräftiger, aber geschmacklich ähnlich wie sein Vorgänger, ist er für Einsteiger genauso geeignet wie für Fortgeschrittene, die einen Allround-Whisky suchen. Fruchtige Süße und regelrecht weinartige Noten können die Herkunft aus dem Portweinfaß nicht verleugnen
|
|
Laphroaig*
Quarter Cask double matured
|
Islay 48,0%
|
der Quarter Cask ist ein würdiger Nachfolger des 15jährigen Laphroaig, der leider kaum noch erhältlich ist. Ein schöner Islay-Malt, nicht zu extrem, mit angenehmer Süße und allen Attributen, die man von einem Laphroaig erwartet
|
|
Auchentoshan*
Three Wood
|
Lowlands 43,0%
|
Auchentoshan ist eine von nur noch drei existierenden Destillen in den Lowlands. Hier wird, für Schottland ungewöhnlich, dreifach gebrannt, was einen feinen, leichten Whisky ergibt. Der Three Wood wird 10 Jahre in Bourbonfässern gelagert, kommt danach für ein Jahr in Olorosofässer, um anschließend für 6 Monate in Pedro-Ximinez Fässern veredelt zu werden. Das Ergebnis ist ein Whisky, der jedem Harry-Potter-Fan die Tür zu Professor Dumbledore’s Büro öffnet: “Zitronensorbet“. Ein Feuerwerk an Orange, Zitronengras, Nüssen und verschiedensten Gewürzen im Mund. Der Abgang ist bitter und trocken, mit Anklängen von Anisaromen
|
|
Lagavulin*
16 Jahre
|
Islay 43,0%
|
für viele das Synonym für Islay-Whisky. Torfig, süß und kräftig, ist er immer ein toller Einstieg in die Welt der Islay-Whiskys
|
|
Clynelish
Dest. 1997 / 14 Jahre Dram Collection Faß Nr. 5711
|
N. Highlands 57,9%
|
Clynelish ist Nachfolger von Brora und hat für viele auch schon Kultstatus. Es gibt Abfüllungen, die für Einsteiger gut geeignet sind. Diese ist definitiv für ‘advanced’ drinkers. Das Aroma erinnert an Maronen mit Haselnüssen, noch gut warm. Im Geschmack läßt sich keine direkte Linie feststellen. Süße Säure, Pinienkernaromen, frisches Obst, Balsamico und Kräuter konkurrieren miteinander. Der Abgang hat eine gewisse Bitterkeit. Dieser Malt verlangt seinen Genießern Zeit ab und erwartet, daß man sich mit ihm auseinandersetzt
|
|
The Balvenie
Golden Cask 14 Jahre double matured
|
Spey 47,5%
|
Balvenie pflanzt eigene Gerste an, mälzt noch selbst und beschäftigt eigene Küfer. Allein dafür lieben und wertschätzen wir diese Destille. Diese Abfüllung wurde zur Ausreifung in karibische Rumfässer gefüllt. In einer Blindverkostung würden sich die Fragen häufen: Rum, Whisky, Calvados, Brandy…, was trinke ich denn hier? Im Aroma erinnert er an Trauben-Nuss-Schokolade; im Geschmack ist er rumsüß und hat einen leichten Anklang von bitteren Orangen
|
|
Aberlour
a’bunadh Faß Nr. 32
|
Spey 60,4%
|
a’bunadh heißt alter Stil. Aberlour hat diesen Whisky aus 10–15 Jahre gelagerten Fässern gemischt und möchte uns den alten, originalen Stil zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachempfinden lassen. Der Whisky ist trotz des Alkohols recht mild. Daß sein Geschmack von Faß zu Faß leicht differiert, ist nachvollziehbar. Diese Abfüllungsreihe hat eine große Liebhaberschar gefunden und die Preise steigen streng monoton. Auch dieses Faß Nr. 32 hat ein schönes Sherry-Raucharoma, das sich im Geschmack fortsetzt. Es hat die typische Bitterschokolade, gibt aber erst nach Zugabe von Wasser seine Fruchtaromen preis. Es findet eine Explosion statt; Aromen von Kirsche bis Orange treten auf. Erfrischungsstäbchen oder Mon Cherie ist hier die Frage…
|
|
Cragganmore
Dest. 1997 / 13 Jahre Dram Collection Faß Nr. 1508
|
Spey 58,9%
|
nicht ganz typisch für Cragganmore, eher ein Sommerwhisky. Anfangs herb, grasig, nach Getreide und Gewürzen riechend, folgt plötzlich eine fruchtige Säure. Mit dieser Komplexität ist es dann wieder ein typischer Cragganmore. Wasser verändert ihn nicht besonders, macht ihn aber milder und etwas süßer
|
|
Laphroaig
Dest. 2000 / 11 Jahre The Ultimate Faß Nr. 700056 612 Flaschen
|
Islay 62,1%
|
im Geruch hat er zunächst den klassischen Torf, der sich aber verliert und dem Aroma von roten Beeren und Früchten Platz macht. Es folgen bittere Noten von Harz, Pinien und Nadelholz. Die 62,1% kommen recht mild daher. Gibt man ihm ein bißchen Zeit, kommt Zitronen-, Orangen- und Grapefruitschale durch. Ein Whisky für Menschen mit Affinität zu Islay und marmelade
|
|
Kilchoman
Dest. 2006 / 5 Jahre
|
Islay 46,0%
|
die aktuell achte Brennerei auf Islay wurde erst 2005 erbaut. Sie ist sehr klein und baut ihre benötigte Gerste selbst an. Auch getorft und gemälzt wird selbst. Die mit fünf Jahren 'uralte' Abfüllung des Malts wurde in neuen und alten Bourbonfässern gelagert. Er ist blaß-golden mit ausgesprochen schönem Torfaroma. Dieses setzt sich im Geschmack fort. Aber: Dieser Malt ist nichts für Peatjäger, sondern für Liebhaber leichter, ausgewogener, fruchtiger Islays. Das Zusammenspiel von Torf und Apfel ist lecker und faszinierend
|
|
Tobermory
Dest. 1994 / 15 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 5123
|
Mull 58,2%
|
ein Gewürzgarten auf Mull, nein eher in einem Bazar im Orient! Eine Fülle von Aromen mischen sich und lassen sich kaum trennen; Kakao, Pfeffer, Süßholz und, und, und…, aber auch Rauch und Torf. Genußrezept: Zeitlassen und dann ab in den Inselaromenbazar
|
|
The Glenlivet
Nãdurra Dest. 1994 / 16 Jahre Faß Nr. 1010K
|
Spey 54,9%
|
es scheint ein Trend zu sein, sich auf seine Wurzeln zu besinnen. So bringt neben Aberlour auch Glenlivet eine Abfüllung heraus, die sie ‘natürlich’ nennen - hoffentlich sind die anderen Abfüllungen nicht synthetisch ;-). Der Nãdurra kommt wie der a’bunadh jeweils aus Einzelfässern, so daß verschiedene Abfüllungen durchaus unterschiedlich schmecken können. Ein milder, gehaltvoller, eher trockener Malt, in dem man Honigsüße, Schokolade und Nüsse deutlich spürt. Der Schweizer sagt: “ Wer hat’s erfunden?“ – Toblerone!
|
|
Bunnahabhain
Toiteach
|
Islay 46,0%
|
dreimal findet sich diese Destille in dieser Karte wieder – wahrscheinlich nur um des Kobolds gälische Rechtschreibkenntnisse zu testen – und dreimal hat dieser Malt ein anderes Auftreten. Vom 'Spey' über untorfig bis hin zur Moorleiche. Toiteach bedeutet smokey und das ist diese blassgoldene Abfüllung durchaus. Leicht süß mit Mandeln und Marzipan, insgesamt aber eher herb, drängt sich die Frage auf: „Wie wäre der wohl in cask-strength?“
|
|
Caol Ila
Dest. 1999 / 11 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 303 383 258 Flaschen
|
Islay 59,3%
|
mild, süß und fruchtig ist der erste Eindruck dieses Islay-Malts, gar nicht so typisch. Manchmal muß man sich Genuß eben erarbeiten und in diesem Fall heißt das nichts tun. Gebt ihm Zeit und er arbeitet für euch. So unschuldig blaß wie er im Glas aussieht ist er nicht, vielmehr ein kleines Chamäleon, das von Zip zu Zip überrascht, sei es mit Süße, Torf und Rauch, aber auch mit verschiedenen Früchten und einer langen Präsenz
|
|
Aberlour
Dest. 1995 / 15 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 3081 225 Flaschen
|
Spey 58,4%
|
„das ist ein Süßer“ (Maggie Miller), aber mit Biß. Ähnlich wie der a’bunadh hat er viel dunkle Schokolade, tendiert aber nicht Richtung Mon Cherie, sondern Richtung Birne Helene. Mit Wasser kommt die Frucht im Aroma stärker zum Tragen, doch wird er geschmacklich blasser, lasst ihm also lieber etwas Zeit, sich im Glas zu entwickeln
|
|
Laphroaig
Dest. 1998 / 12 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 800043 294 Flaschen
|
Islay 59,9%
|
soviel ‘Love Rock’ in dieser Karte. Es ist gar nicht so einfach, euch die Nuancen der verschiedenen Abfüllungen in schriftlicher Form mitzuteilen. Diese Abfüllung von Maggie Miller ist knochentrocken, jodig und sehr herb. So richtig medizinisch, wie man Laphroaig liebt und schätzt
|
|
Deanston
Dest. 1995 / 13 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 1952 546 Flaschen
|
S. Highlands 60,8%
|
die Brennerei wurde erst 1965 gegründet und in den 80er Jahren schon wieder geschlossen. Dem Hype um Malt Whisky und einem neuen Besitzer ist die Wiedereröffnung im Jahre 1991 zu verdanken. Diese Abfüllung aus einem Sherryfaß hat eine schöne güldene Farbe. Man sollte ihn ein bisschen atmen lassen, dann kommen Gerüche nach Holz und Leder durch und es entwickelt sich eine dezente Süße mit deftigen Pfeffernoten im Geschmack. Mit Wasser verliert sich die Pfefferschärfe und man hat eine schöne Süße von Malzkräuterbonbons
|
|
Port Charlotte
Dest. 2003 / 6 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 127.6 241 Flaschen
|
Islay 65,2%
|
der Zweitmalt von Bruichladdich – schon wieder so ein Rechtschreibtest – ist ein leichter Islay. Bei 65,2% ist das kaum zu glauben. Aber: Bange machen gilt nicht, rein ins Vergnügen. In der Nase machen sich Holzkohle, Vanille, Fudge, Pudding und Heidekraut breit. Auf der Zunge ist es Islay pur, was wir spüren. Süße, Schärfe und Gewürze changieren von Schluck zu Schluck. Er darf Wasser bekommen, doch bitte nicht zuviel. Für einen Islay geradezu ein Sommerwhisky
|
|
Talisker*
18 Jahre
|
Skye 45,8%
|
“Ein Talisker geht immer!” (Boris) Dieser Malt zählt zu den Klassikern unter den Inselwhiskys. Die Destille sorgt dafür, daß ihre Produkte einen durchaus gleich bleibenden Charakter haben. Deshalb ist es nicht einfach, eine spezielle Abfüllung zu empfehlen. Unserer Meinung nach liegt der 18jährige leicht vorne, da er etwas runder ist, als jüngere Abfüllungen. Er hat eine leichte Karamellsüße mit Aromen von Pflaumen und Orangen. Im Geschmack ist er herber, wobei die Komponenten Toffee, Heidehonig, Rauch und Salz die Waage halten, wodurch er sehr komplex wirkt. Der Abgang ist Taliskertypisch mit dezenter Chilischärfe, ein wenig pfeffrig
|
|
Sir Toby
Dest. 1994 / 16 Jahre Single Malt Circle Three Months Extramatured 3 Flaschen
|
Mull 58,2%
|
alles was wir über Maggies Tobermory geschrieben haben, behält seine Gültigkeit. Trotzdem hat sich dieser Malt in nur drei Monaten Nachlagerung in einem Portweinfaß stark verändert. Dieses Experiment vom Abraxas und dem Single Malt Circle ist so spannend, daß wir es nicht weiter kommentieren möchten. Wir geben Euch aber einen Tip: Trinkt beide gegeneinander…
|
|
Highland Park
Dest. 1999 / 10 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 4.141 256 Flaschen
|
Orkney 59,3%
|
die Society versorgt uns zurzeit regelmäßig mit jungen, wilden Abfüllungen von Highland Park. Sie diffundieren geradezu. Diese Abfüllung ist frisch, Zitrusaromen bestimmen das Bild und beim Trinken kommen Veilchenpastillen, Pfeffer und Chili hinzu. Ein scharf gewürzter Fruchtcocktail in flüssiger Form. Mit Wasser werden diese Aromen noch intensiver und die Schärfe tritt weiter vor
|
|
Glen Keith
Dest. 1985 / 16 Jahre Cadenhead’s authentic collection 216 Flaschen RIP 1998
|
Spey 59,2%
|
in einem Bourbon Hogshead gelagert, entwickelt er einen milden, aber sehr eigenwilligen Geschmack mit Ingwernote – ein typischer Digestif
|
|
Glen Moray
Dest. 2000 / 10 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 35.48 207 Flaschen
|
Spey 59,3%
|
diese Abfüllung ist mild, startet in der Nase mit säuerlichem Apfel und einer guten Dosis schwarzen Pfeffers. Geschmacklich geht der Apfel eher ins Süßliche, der Pfeffer bleibt. Dazu gesellt sich ein Anklang von 'Kuhbonbons'. Wasser macht ihn milder und fruchtiger, doch sagen wir in diesem Fall: Wasser auf eigene Gefahr
|
|
Glenburgie
Dest. 1990 / 18 Jahre Single Malts of Scotland Faß Nr. 2935 591 Flaschen
|
Spey 62,2%
|
dieser Malt wird heute nur noch von unabhängigen Abfüllern auf den Markt gebracht. Ein Großteil des Ausstoßes geht in die Produktion von Ballentines. Früher wurde hier noch ein weiterer Malt – Glencraig – produziert, heute eine echte Rarität. Diese Abfüllung aus einem Sherryfaß ist blaßgolden. Im Aroma anfangs frische Noten, die schnell verfliegen. Dahinter verbergen sich Sherry und Holz, ein typischer Bonboncharakter, sowie Anklänge von Orangen-marmelade, welche mit Wasser viel stärker werden. Geschmacklich ist er pur relativ unspektakulär. Gibt man ihm Wasser, wandelt er sich von einem trockenen Sommer- zu einem Wintergetränk, mit großer Süße, Bitterorangen, Holz und Kuchenaromen und einem pfeffrigem Ende
|
|
Hazelburn
Dest. 2000 / 10 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 126.2 263 Flaschen
|
Campbeltown 54,0%
|
Hazelburn ist ein weiterer Malt von Springbank, der als Tribut an die alten Zeiten destilliert wurde. Für einen Campbeltown ist er sehr mild, hat aber durchaus die typischen Aromen nach Salz, Rauch und See. Ein leichter Malt, der im Geschmack mit schönen Haselnuß- und Zitrusaromen aufwartet. Laßt ihm Zeit, die braucht er!
|
|
Banff
Dest. 1979 / 23 Jahre Chieftain’s 708 Flaschen RIP 1983
|
Spey 46,0%
|
die Destille, die zu ihrer Zeit das britische Parlament belieferte, wurde 1983 endgültig geschlossen. Dieser auf Trinkstärke verdünnte Malt ist ein ausgewogenes Exponat aus der Vergangenheit
|
|
Glendullan
Dest. 1997 / 12 Jahre James MacArthur Faß Nr. 5059
|
Spey 56,1%
|
auch Glendullan gehört zu den von unabhängigen Abfüllern verbreiteten Malts. Dieses Faß ergibt einen Whisky, der an eine Kaffeerunde mit Toffees und Creme brullée erinnert. Er ist mild und endet mit einer malzigen, leicht pfeffrigen Note
|
|
Fettecairn
Dest. 1993 / 10 Jahre Cadenhead’s authentic collection 300 Flaschen
|
E. Highlands 60,7%
|
eine der ersten legalisierten Brennereien Schottlands, ist heute im Besitz von Whyte & MacKay und nur 4% der Produktion kommen als Single Malt in den Handel. Dieser Whisky hat was von grünem Apfel(GrannySmith). Mit der Zeit wird er süßer. Insgesamt ist er ziemlich ehrlich und trocken, Bitterschokolade gesellt sich dazu. Das Eichenfaß, in dem er gelagert wurde kann man auch prima rausschmecken
|
|
Auchentoshan
Dest. 1999 / 11 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 5.29 307 Flaschen
|
Lowlands 60,6%
|
gerne empfehlen wir den 'Three Wood' für Einsteiger und Liebhaber milder Malts. Diese Ecke des Feldes – so die Übersetzung des Namens aus dem Gälischen – ist eher etwas für Fortgeschrittene; ein ganz toller Lowland! (Gert:“ Die Sonne geht auf!“) In unseren Versuchen, diesen Whisky zu beschreiben, sind wir bis zu Pfirsich und Mandeln in einer Biskuitrolle gekommen, um anschließend so ins Träumen zu verfallen, daß wir nichts mehr zu sagen haben, außer: „this is a forbidden fruit, it belongs to us. Keep your fingers away!“
|
|
Mortlach
Dest. 1997 / 13 Jahre Whisky’n’More Bottling Faß Nr. 6/68
|
Spey 60,2%
|
destilliert 1997, abgefüllt am 1.12.2010 um 13:12! Eine sehr spezielle Präzision: über das genaue Destilationsdatum ist nichts bekannt, aber die genaue Uhrzeit des Abfüllens scheint den Machern sehr wichtig zu sein. 13:13 wäre wohl dupliziertes Pech und der Whisky hätte bestimmt ganz schrecklich geschmeckt. Doch genug der esoterischen Betrachtungen. Dieser Malt hat eine schöne dunkelrote Farbe, ist aber nicht so süß, wie man meinen könnte. Er ist mild, dies wird aber recht schnell von kräftigem Pfeffer überlagert. Dann folgen Kräuter, Estragon, Thymian und Majoran, herb und intensiv. Haltet ihn ruhig häufiger mal an die Nase, die Kräuter verbreiten ein sehr schönes Aroma. Ach, und noch was: Finger weg vom Wasser!
|
|
Glen Grant
Dest. 1991 / 16 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 9.41 245 Flaschen
|
Spey 54,0%
|
eine schöne Abfüllung eines Glen Grant, die sehr kräftig und ölig ist. Sie bietet Honig, Toffee und fruchtige Aromen (einige Tester sprechen von reifer Ananas). Im Geschmack treten auch ganz kurz Pfeffernoten auf. Wir haben ihm Wasser gegeben, raten aber davon ab
|
|
Tamnavulin Octave Dest. 1989 / 21 Jahre Duncan Taylor double matured 144 Flaschen
|
Spey 54,4%
|
dieser Malt, den Duncan Taylor exclusiv für Deutschland abgefüllt hat, hat eine gemütliche, rotgoldene Farbe und traumhafte Füßchen, die zeigen, daß wir einen ‘fetten’ Malt vor uns haben. Das Aroma ist von Heidekraut, Honig und dunklen Trauben geprägt. Im Mund ist er samtig, ölig und hält alles, was das Aroma verspricht. Zum Aroma gesellen sich Noten von hellem Holz, Apfel und ein Anklang von Cassis. Tip: Wenn ihr ihn nicht trinken wollt, gebt uns einen aus!
|
|
Glenfarclas
Dest. 1999 / 11 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 1.156 219 Flaschen
|
Spey 63,2%
|
wer den italienischen Kräuterlikör Galliano kennt, wird dieses kräutrige Vanille-Aroma wieder erkennen. Dazu kommt eine Chilischärfe, gepaart mit Zitrone und hellem Holz. Alles in Allem ist er für einen Glenfarclas sehr kräftig. Da diese Destille nicht gerade zu unseren favourites zählt, könnt ihr davon ausgehen, daß die Aufnahme dieses Whiskys in unsere neue Karte als großes Kompliment zu verstehen ist. Tip: laßt ihm seine Zeit, die braucht er, um sich Euch vernünftig präsentieren zu können
|
|
Glen (mor) angie
Dest. 2000 / 11 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 125.46 239 Flaschen
|
N. Highlands 55,8%
|
die Society hat in den letzten Jahren etliche Abfüllungen von Glenmorangie herausgebracht. Nicht alle sind unserer Meinung nach einem 'GlenAngie' gerecht geworden. Diese Abfüllung können wir guten Gewissens als typisch für die Destille bezeichnen. Die feinen Beinchen im Glas lassen auf einen leichten Malt schließen, doch das täuscht. Er ist für die Destille durchaus kräftig. Im Geruch hat er lackiertes Holz, Apfel, Orange und Melone. Dazu gesellen sich Vanille und Wildkräuter. Im Geschmack ist er kräftig, sodaß man durchaus über Wasser nachdenken kann. Das Aroma setzt sich fort: stark fruchtig mit Melone und etwas Holz. Mit Wasser hat er etwas von Obstsalat und wird trockener
|
|
Ardbeg
Dest. 1996 / 10 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 33.96 668 Flaschen
|
Islay 56,9%
|
die 33.86 ist leider Vergangenheit. Vor kurzer Zeit konnten wir ihn noch mal genießen und kamen zu dem Schluß: “So muß ein Malt schmecken!“ Da mussten wir ihn natürlich mit seinem Nachfolger vergleichen. Urteil: “So muß ein Ardbeg schmecken!“ Der Ardbegliebhaber weiß, was ihn erwartet, wir müssen also wenig Worte verlieren. Die Abfüllung ist ölig und schwer mit einer gehörigen Ladung Torf und Salz und ist ein Griff in den Medizinschrank. Und da ein Teelöffelchen voll Zucker bekanntlich bittere Medizin versüßt (Mary Poppins), fehlt es auch nicht an ein bisschen Süße. Mit Wasser gibt es Lakritze und Marzipan. Dieser Whisky ist ein Muß für Freunde von Ardbeg
|
|
Scapa
Dest. 2002 / 9 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 17.30 247 Flaschen
|
Orkney 57,2%
|
im Geruch kandierter Fenchel, ein wenig Butter, in der Pfanne erhitzt. Nicht leicht einzuschätzen dieser Malt, den wir als Spätnachmittagsdrink bezeichnet haben. Er hat eine gewisse Schärfe, sowohl im Geruch, als auch im Geschmack. Salzlakritze und eine orientalische Note schlagen uns entgegen. Selbst wasserscheue Hexen haben nichts gegen ein paar Tröpfchen Wasser in diesem Malt einzuwenden
|
|
Springbank
Dest. 1996 / 14 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 77 236 Flaschen
|
Campbeltown 53,7%
|
Gert: „ich sitze vor dieser Flasche, sehe einen traumhaft rubin-roten Malt und traue mich nicht die Flasche zu öffnen, um den Traum nicht zu zerstören (18. Mai 11, 23:59). Aber Opfer wollen erbracht werden, damit auch ihr diesen Whisky probieren könnt (19. Mai 11, 0:00).“ In der Nase hat er ganz viel Sherry (Amontillado) und Rumtopf mit einer leicht säuerlichen Note, so daß man ihn hervorragend als Aprimitif genießen kann. Im Geschmack bleibt der trockene Sherry, er ist sehr traubig, mit der Säure eines herben Weißweins; trocken und nussig im Abgang. Wasser ist o.k., sollte aber sehr vorsichtig dosiert werden
|
|
Glen Elgin
Dest. 1991 / 17 Jahre James MacArthur Faß Nr. 2698
|
Spey 59,6%
|
wenig bekannt, gehört diese Destille doch zu den absoluten Vorzeigeobjekten der Speyside, da der von ihr produzierte Malt den Charakter der Speysidemalts hervorragend widerspiegelt. Diese Abfüllung weicht etwas von der Charakteristik ab: Sie ist zwar mild, doch nur mit leichter Süße. Tabak ist im Spiel und schnell tritt eine trockene Säure auf, die mit Wasser angenehm wird. Jetzt wird er ein Sommerwhisky mit Gräsern
|
|
Glentauchers
Dest. 1989 / 17 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 63.19 210 Flaschen
|
Spey 54,8%
|
seltener Malt mit heller Farbe. Im ersten Moment kommt er sehr trocken, mit vielen Heidearomen, leicht süß, würzig und scharf. Mit Wasser wird er weniger aggressiv. Man sollte ihm genug Zeit geben
|
|
Mortlach
Dest. 1994 / 15 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 76.70 627 Flaschen
|
Spey 59,0%
|
traumhafte Farbe. Trockener Sherry, eigentlich ein guter Balsamico, der sich der Nase anbietet, und auch dem Gaumen Freude bereitet. Dies ist ein Whisky für Fortgeschrittene, er möchte erarbeitet werden. Der Abraxas Tresen sagt einstimmig: “Der macht Spaß!“ Wenn man ihm Zeit lässt verliert sich die Säure und es gibt viele Trockenobstnoten und Spuren von Macadamianüssen zu entdecken. Gibt man ihm Wasser, verliert er viel von seiner anfänglichen Aggressivität, er mutiert eher zu einem wunderbaren Obstcocktail, der mit Sherry abgespritzt wurde
|
|
Teanninich
Dest 1991 / 16 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 59.29 255 Flaschen
|
N. Highlands 59,7%
|
Medizin: Riecht pur nach Kräutertinktur! (Alles was sich reimt ist gut! – das ist gutes altes Koboldgesetz) Kampfer, Melisse und Phenol verschreibt der Doktor bei…? Da müssen wir wohl ein altes englisches Sprichwort in ein schottisches umwandeln: A Whisky a day keeps the doctor away! Die heimischen Kräuterhexen empfehlen diesem Elixier etwas Wasser zuzufügen, damit es ein toller Malt wird. Er riecht, schmeckt und fühlt sich an, wie ein alter Klosterkräutergarten, den es zu durchforsten gilt. Und mit einem Teelöffel voll (schoko-) Süße, wird bekanntlich jede Medizin versüßt
|
|
Bunnahabhain
Dest. 2.12.1991 / 18 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 5447 209 Flaschen
|
Islay 54,0%
|
it’s not an Islay – wieder einmal wenden Maggie Miller und wir uns gegen das Vorurteil, daß man Islay Whiskys sofort an ihrem typischen Geschmack erkennt. Diese Abfüllung hat ein tiefes 'van Dyck Braun’ und ist alles andere als Islay typisch. Sherrysüß aber staubtrocken kommt er daher. Leichte Holztöne und ein wenig Limone kommen durch. Warten wir noch ein Weilchen, kommt da doch noch Torf?! Ein Whisky, den man festhalten und langsam genießen muß
|
|
Pittyvaich
Dest. 1990 / 19 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 90.12 150 Flaschen RIP 1993
|
Spey 56,7%
|
eine leider schon lange abgerissene Destille, die eine schöne Synthese zwischen See- und Speysidewhiskys hergestellt hat. Salz, Jod und maritime Noten treffen auf kräftige Speyaromen, wie Malzzucker, Minze und roten Früchten. Ein extrem komplexer Whisky, dem man Zeit zur Entwicklung und zum Genuß geben sollte
|
|
Tomatin
Dest. 1990 / 19 Jahre Single Malt Circle Faß Nr.16364
|
N. Highlands 57,3%
|
Tomatin ist die Destille mit der größten Kapazität in ganz Schottland. Das bedeutet aber nicht, daß hier Konfektionsware produziert wird. Hier werden schwere gehaltvolle Whiskys hergestellt, was diese Abfüllung des Circle wieder einmal bestätigt. In einem Bourbonfaß gereift, hat er eine komplexe Süße mit viel Schokolade und Dörrobst. Im Abgang spürt man Lakritz und eine pfeffrige Würze
|
|
Royal Brackla
Dest. 1979 / 24 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 4131
|
N.Highlands 63,4%
|
diese Destille produziert kräftige Whiskys, an denen sich die Geister scheiden. Für manche ist er einfach Kult, für andere sehr anstrengend. Es war schwer genug an diese Abfüllung heranzukommen. Sie ist nicht so süß wie andere, hat einen Hauch von Karamell und sehr trockene Fruchtnoten, wie von Dörrobst. Wasser macht ihn milder
|
|
Benriach
Dest. 12.3.1991 / 19 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 32281 209 Flaschen
|
Spey 57,2%
|
1898 erbaut und bereits 1900 wieder geschlossen. Erst seit 1965 wird in Benriach wieder produziert. Als Single Malt wird er nur von unabhängigen Abfüllern auf den Markt gebracht. Die Whiskys sind alle recht pfiffig. Diese Abfüllung ist bernsteinfarben, süß und fruchtig; ein traumhafter Sommerwhisky. Helles Sommerobst verbindet sich mit hellen Schokoladennoten – mehr Milch als Kakao – Mit der Zeit kommt eine leicht pfeffrige Schärfe hinzu. Dieser Whisky eignet sich hervorragend als Aperitif
|
|
Rosebank
Dest. 1991 / 18 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 25 52 216 Flaschen RIP 1993
|
Lowlands 55,9%
|
das Thema Lowland ist eine Geschichte von Sammlern und Jägern. Da nur noch wenige Destillen in den Lowlands produzieren, ist es immer wieder eine Herausforderung, einen Lowland zu erlegen, der nicht den klassischen Vorurteilen entspricht: “Lowlands sind leicht, blumig, trocken und wenig gehaltvoll.“ Diesem Rosebank gelingt es ohne Probleme. Hier streiten sich Zitrusnoten mit einer dezenten Süße, Phenole mit Rauch und auch Pinienkerne wollen ihr Recht. Von Wasser raten wir (ganz subjektiv) ab
|
|
Littlemill
Dest. 1990 / 19 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 97.17 211 Flaschen RIP 1994
|
Lowlands 58,7%
|
auch Littlemill gehört zu den geschlossenen Destillen. Da sie 2003 ausbrannte, braucht man über eine Zukunft nicht zu spekulieren. Dementsprechend selten sind speziell auch unabhängige Abfüllungen. Leider ist der phantastische 76er vom Single Malt Circle nicht mehr erhältlich, doch hoffen wir mit dieser Abfüllung einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben. Das ‘Trio Abraxas’ liebt Littlemill. Wieder einmal bestätigt diese Destille, daß es ein Vorurteil ist, Lowland-Whiskys seien leicht. “Like an (Angie’s) Angels Kiss“ sagt der Abfüller und wir bestätigen dies gern. Kräftiges Aroma nach Vanille und Karamell, Gerüche wie beim Plätzchenbacken. Im Geschmack von einer trockenen, angenehmen Süße, die an türkisches Gebäck denken lässt. Ein würdiger Vertreter einer verlorenen Destille
|
|
Glen Elgin
Dest. 1980 / 26 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 3465 411 Flaschen
|
Spey 47,8%
|
wie schon erwähnt, ein klassischer Spey. Dieses Faß, das einmal mehr Maggie Miller gefunden hat, ist ein leichter, angenehmer Malt, der Honignoten mit Früchten (Aprikosen, Mandarinen) vereint. Im Verlauf wird der Whisky trockener, mit ein bißchen Sherry und Rauch im Abgang. Bald wird er nicht mehr erhältlich sein. Ein Vorschlag zur Güte: wir trinken ihn für euch!
|
Glengoyne
Dest. 1989 / 17 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 1240 |
S. Highlands 58,0%
|
a tribute to Bill Miller’s grandfather, der seine Leber diesem Whisky geopfert hat! Im Aroma überwiegend Kirsche, im Geschmack vorwiegend süß, aber auch ein wenig sauer. Im Abgang schöne warme Holztöne
|
|
Inchgower
Dest. 1985 / 23 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 18.27 265 Flaschen
|
Spey 47,8%
|
einer unserer favourites, gilt als Islay unter den Speyside-Whiskys. Diese Abfüllung der Society entspricht dem nicht so sehr. Es ist eher ein Frühlings-Whisky mit sehr erfrischenden Zitrusaromen. Das Zitronenbonbon kommt auch geschmacklich zum Tragen. Erinnerungen an frisch geröstetes Teebrot mit Orangenmarmelade werden wach. Ein herrlich frisches, belebendes Tröpfchen
|
|
Mannochmore
Dest. 1988 / 21 Jahre Scotch Malt Whisky Society Faß Nr. 64.24 141 Flaschen
|
Spey 54,1%
|
Mannochmore gehört auch zu den jüngeren Destillen (1971), die in ihrer kurzen Geschichte schon mehrere Schließungen hinter sich hat. Heute dient sie als Bedarfsdestille. Diese Abfüllung von vor der zweiten Schließung ist schon aufgrund der geringen Ausbeute eine Rarität. Es ist eindeutig ein Sommerwhisky, leicht und erfrischend. Dieser Whisky erinnert ein wenig an eine Kaffeetafel mit verschiedenen Obstkuchen. Stachel- und schwarze Johannisbeere auf vanilligem Toffee–Mandelteig. Trotz dieser Assoziation sollte man von Schlagsahne Abstand nehmen. Mit Wasser (auch hier gilt: Vorsicht!) wird er süßer und das Mandelaroma gewinnt. Ein schöner Tropfen für Menschen, die gerne richtig entspannt Whisky genießen
|
|
Glen Rothes
Dest. 1986 / 23 Jahre Riegger’s Selection Faß Nr. 2 369 Flaschen (0,5 l)
|
Spey 53,3%
|
Glen Rothes gilt als aristokratischer Whisky, der hohes Ansehen genießt. Die Geschichte der Brennerei ist lang und von vielen Schicksalsschlägen geprägt, mehrere Brände und Explosionen sind der Grund für diverse Neubauten. Glen Rothes ist ein Digestif in dem sich Rauch und Sherry die Vorherrschaft teilen. Im ersten Augenblick ist diese Abfüllung recht mild mit etwas Frucht. Er braucht seine Zeit. Ulis Kommentar: „ Erst riechen, dann wegstellen – und wenn du glaubst, du hättest was vergessen – dann trinken.“ Er muß selbst arbeiten – kein Wasser
|
|
Glen Spey
Dest. 1986 / 23 Jahre Carn Mhor Faß Nr. 1980 225 Flaschen
|
Spey 53,7%
|
die Destille gehört zu den unbekannteren und liegt tatsächlich in der Speyside. Die Destillate sind typisch für die Region. Dieses hier ist recht leicht und es drängt sich der Gedanke an Apfelstreuselkuchen mit Mandeln auf. Lässt man ihn etwas atmen, kommen schöne Vanillenoten, Trauben und Rosinen durch. Dezenter Pfeffer kommt dazu. Der Whisky ist zu filigran, um mit Wasser zu arbeiten, genießt ihn so, wie er ist
|
|
Laphroaig
Dest. 1988 / 17 Jahre Douglas Laing Faß Nr. 1780 370 Flaschen
|
Islay 50,0%
|
dieser Frosch hat die letzten sechs Monate seines Erwachsenwerdens in einem Rumfaß gelebt. Der Malt ist sehr hell und sowohl im Aroma, als auch im Geschmack für einen Frosch sehr mild. Sicherlich ist er für ppm-Jäger viel zu mild, er entwickelt aber langsam und beständig typische jodige Islay-Noten, unter die sich die Süße des Rumfasses mischt. Uns erinnert er an eine Abfüllung eines Bunnahabhain, bei der wir festgestellt haben, sie sei sophisticated. Dieses Kompliment machen wir auch diesem Frosch
|
|
Braes Of Glenlivet
Dest. 1975 / 33 Jahre Gordon & MacPhail
|
Spey 43,0%
|
die erst 1972 erbaute Brennerei, wurde 1995 in Braeval umbenannt, um Verwechslungen mit Whiskys einer anderen Destille zu vermeiden. 2002 wurde sie im Rahmen von Einsparungen des Mutterkonzerns geschlossen, um 2008 als topmoderne 'Ein-Mann-Brennerei’ wiedereröffnet zu werden. Diese Abfüllung stammt noch aus der Jugendzeit der Destille. Der Malt hat eine traumhaft schöne, fruchtige Nase mit ganz leichten Kräuteraromen: Zitronengras, Zitronenthymian und auch Mirabelle. Der Geschmack ist ganz anders als der Geruch. Viel dunkler als erwartet begegnet man getrockneten Feigen, Anklängen von schwerem Weißwein, wie Sauternes oder Muskateller. Passend als Begleitung zu einer Gänseleberpastete. Im Abgang ist er schön trocken und lang anhaltend
|
|
Lochside
Dest. 1987 / 21 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 20622 213 Flaschen RIP 1992
|
E. Highlands 62,3%
|
Lochside bei Montrose wurde 1957 in einer alten Brauerei eingerichtet und 1992 wieder geschlossen. Da der Großteil des Malts zum Verblenden genutzt wurde, gibt es nur selten Single-Abfüllungen. Diese hier ist eine, die eure Zauberkräfte braucht, um ihre Geheimnisse preiszugeben. Sie braucht Zeit, Wärme und Wasser. Das Aroma hat zuerst Seenoten, die dann – man glaubt es kaum – Platz machen für Crème Brulée, Vanille und Honig. Im Geschmack ist er kräftig, süß, aber auch ein wenig dumpf, hat eine leicht bittere Note von frisch geröstetem Kaffee. Eine Rarität, mit der man sich auseinandersetzen muß
|
|
Glenlossie
Dest. 1984 / 25 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 2539 565 Flaschen
|
Spey 60,0%
|
Glenlossie ist die Schwesterdestille von Mannochmore und ist bekannt für Aperitifwhiskys. Diese Abfüllung von Maggie Miller hat andere Qualitäten: dunkles Rotgold weißt schon auf die Lagerung in einem Sherryfaß hin. Das Aroma erinnert an dunkle Früchte, die in hochprozentigem Rum eingelegt wurden. Der Geschmack ist erwartet süß, mit Bitterschokolade und Kirschen. dann treten kurz und unerwartet gelbe Früchte, wie Physalis und weiße Trauben auf, die schnell wieder von der süßen Bitterkeit verdrängt werden. Der trockene Abgang erinnert an Tabak. Ein Tröpfchen, dem ihr Zeit lassen solltet; er hat sie sich schließlich auch genommen
|
|
Strathmill
Dest. 1975 / 36 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 1889 210 Flaschen
|
Spey 47,35%
|
1980 kam das erste Mal ein Single Malt von Strathmill auf den Markt. Dieser hier hat das historische Ereignis schon miterlebt, schlummerte aber weiter vor sich hin und ahnte damals noch nicht, daß er einmal als ausgewachsener Single die Menschen erfreuen darf. Viele Prozente hat er während seines Reifungs-prozesses den Engeln geopfert und ist somit sehr mild. Man sollte ihm Zeit lassen seine frischen Aromen nach Holz und Frühlingsblumenwiese zu entwickeln. Der Geschmack entspricht dem Geruch: leichtes Holz, Heidehonig und auch Zitrusnoten dominieren. Mit der Zeit kommt etwas Pfeffer dazu und dunkle Nussaromen (Haselnuß?) schleichen sich ein
|
|
Glen Grant
Dest. Mai 1972 / 37 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 3886
|
Spey 48,3%
|
Glen Grant at its best! Wir lieben Glen Grant für seine phantastischen Abfüllungen, die leider nur von unabhängigen Bottlern zur Verfügung gestellt werden. Da hat Maggie mal wieder ein glückliches Näschen bewiesen. Ein Spey mit traumhafter Sherrysüße, mit Rosinen unterlegt. Süßwein und dunkles Trockenobst (Feigen) machen diesen Malt zu einer Symphonie
|
|
Glen Mhor
Dest. 1975 / 24 Jahre Old Malt Cask Douglas Laing 263 Flaschen RIP 1983
|
N. Highlands 50,0%
|
die Destille wurde 1986 abgerissen, somit ist der Nachschub begrenzt. Neil Gunn – Poet, Romancier, Whiskyautor und Steuereintreiber – soll über Glen Mhor (Glen Woar) gesagt haben: “Wer nicht das Glück hatte, einen perfekt ausgereiften Malt zu versuchen, weiß nicht, was Whisky ist.“ Auch diese Abfüllung unterstützt dies. Durch die Reduktion auf 50% ist er sehr leicht und hat ein schönes Vanille-Shortbread-Aroma. Der Geschmack erinnert an Christstollen mit Rosinen, Vanille und Zitronat. Weinnoten runden den Genuß ab
|
|
Glenugie
Dest. 1980 / 30 Jahre Dun Bheagan Faß Nr. 5375 606 Flaschen RIP 1982
|
E. Highlands 50,0%
|
die ehemals östlichste Destille Schottlands wurde 1982 unrettbar geschlossen. Obwohl sie nie eigene Single Malts abgefüllt hat, gibt es doch auch heute noch schöne Schätzchen unabhängiger Abfüller zu ergattern. Dieser hier ist auf 50,0% reduziert und hat ein angenehm süßes Aroma mit erdigen Tönen (Farbe Siena). Der Geschmack ist mild, süß, erinnert an Räucherschinken und hat eine leicht bittere, holzige Note. Die Nähe zur See kann er nicht verleugnen; außer Salz findet man auch dezente Anklänge von Hafen, Schiffen und den damit verbundenen Aromen. Mit Wasser (gaaanz vorsichtig!) kommt auch ein wenig Tang hinzu. Wir raten aber von der Zugabe von Wasser ab, da der Whisky dann sehr schnell verschwimmt
|
|
Linkwood
Dest. 1969 / 39 Jahre Gordon & Macphail
|
Spey 43,0%
|
milder, traumhaft süßer Malt: Angie’s Birthday Whisky! 1969 war eben ein hervorragender Jahrgang! Rosinen, Pflaumen, dunkles Kernobst – viel beschreiben muß man nicht. Wer ihn trinkt, weiß warum. Träumen erlaubt…
|
|
Port Ellen
Dest. 1982 / 28 Jahre Single Malt Circle & Maltisten Westfalen Faß Nr. 2860 452 Flaschen RIP 1983
|
Islay 63,6%
|
1983 wurde Port Ellen geschlossen und trotz Kultstatus und Maltwhiskybooms hat es nie Pläne gegeben, um die Brennerei wieder zum Leben zu erwecken. Erstaunlicherweise sind auch nach so langer Zeit noch viele Abfüllungen auf dem Markt, zum Teil zu ebenso erstaunlichen Preisen. Eine schöne, leckere und preiswerte Abfüllung zu finden, ist die Aufgabe von Jägern und Sammlern und somit sind wir stolz wieder einmal eine Abfüllung ergattert zu haben, hinter der wir voll und ganz stehen! 28 Jahre alt und 63,6%; tja, in den guten alten Zeiten wurde eben höherprozentiger Whisky ins Faß gebracht. Diese Abfüllung hat eine helle Farbe und ein nicht zu aufdringliches Aroma. Natürlich treten sofort die typischen Islay-Noten Torf, Rauch und Salz und auch Seetang und Muscheln in den Vordergrund, aber auch fruchtige Töne wie Mirabellen und grüner Apfel tauchen auf. Der Geschmack ist trotz der hohen Prozente extrem mild. Mit der Zeit wird er immer Islay-lastiger. Ein Traumtropfen für lange Winterabende. Kommentar eines Gastes: “Ganz großes Kino!“
|
|
The Macallan
Dest. 1985 / 18 Jahre Sherry Oak matured
|
Spey 43,0%
|
“Due to the unfailing regularity with which it wins, we no longer include The Macallan 18 year old in our malt tastings. We have instead enshrined it in our hall of fame!” (US quarterly review of wines) Schade, daß Macallan sich selbst untreu geworden ist. Obwohl die Brennerei auf ihren Sherry-Abfüllungen noch groß damit wirbt, im Gegensatz zu anderen Destillen, der teuren Tradition, Sherryfässer zu benutzen, treu zu bleiben, hat wohl auch dort die Kostenfalle zugeschlagen. Nach dem Motto: „Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?“ (K. Adenauer), verschneidet auch diese traditions-bewusste Destille heute Whiskys aus Sherry- und Bourbonfässern zum sogenannten fine oak, was sich deutlich im Geschmack auswirkt und den ‘Rolls Royce’ unter den Malts zum ‘Rover’ werden lässt. Nichtsdestotrotz sind wir sehr stolz darauf, noch eine Flasche des möglicherweise besten Macallan in unserem persönlichen Schrein zu wissen. Dort bleibt er erst einmal, verschlossen und von Whiskykobolden gut bewacht. Ihr wisst eine gute Gelegenheit, sie zu öffnen? Macht uns ein Angebot…
|
|
St. Magdalenes
(Linlithgow) Dest. 1975 / 26 Jahre Single Malt Circle Faß Nr. 96 / 3 / 15 RIP 1983
|
Lowlands 50,2%
|
St. Magalenes, nur einen Steinwurf von Linlithgow Palace gelegen, ist seit 1983 geschlossen und zu einer schönen Wohnanlage umgebaut worden. Vor drei Jahren haben wir Maggie Miller für diese tolle Abfüllung gedankt, heute sind wir sehr glücklich nochmals eine Flasche dieses Nektars gefunden zu haben. Euer Nachteil: wir gehen mit ihm um wie mit dem 18-jährigen Macallan und öffnen sie nur bei einem guten Angebot. Der Malt will pfleglich behandelt werden und braucht seine Zeit um warm zu werden und seine Aromen von Pralinen, Vanille und Butter bis hin zu Früchten zu entfalten. Im Geschmack ist er voll und cremig, zum Ende wird er trocken und pfeffrig, im Rachen ist er trocken und würzig
|
|
|
|